Trampage.de: Informationen über Frankfurts öffentlichen Nahverkehr

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Archiv 2014

Info PiktogrammFahrplanwechsel am 14. Dezember 2014

Am Sonntag, den 14. Dezember 2014, ist wieder der europaweite Fahrplanwechsel. Damit gelten auch bei Frankfurts Bussen und Bahnen neue Fahrpläne. Die wichtigsten Änderungen hat traffiQ auf ihrer Webseite zusammengestellt. Bereits einen Tag vor Fahrplanwechsel am 13.11. um 11 Uhr wird die neue Straßenbahnverbindung durch die Stresemannallee eröffnet. Wer sich noch eine Jahreskarte kaufen will, sollte sich beeilen. Der RMV erhöht dieses Jahr seine Fahrpreise zum 1.1.2015.

Piktogramm BahnLetzter Autozug in Neu-Isenburg abgefahren

Auto im Reisezug - das war jahrzehntelang ein selbstverständliches Angebot der Deutschen Bahn. Wer das eigene Auto oder Motorrad ins Urlaubsland mitnehmen aber nicht hunderte Kilometer auf der Autobahn verbringen wollte, konnte es auf die Bahn verladen und sich selber in den Schlaf- oder Liegewagen begeben um am nächsten Morgen schon im Urlaubsland zu sein. Doch damit soll nach Willen der Betriebswirtschaftler der Deutschen Bahn jetzt Schluß sein. Zum Ende des Sommerfahrplans wurden die ersten Verladeterminals geschlossen. Dazu gehört auch das Terminal am Bahnhof Neu-Isenburg. Am Abend des 24.10.2014 fuhr hier der letzte Zug nach Narbonne und Alessandria ab. Auch wenn der Autozug kein Thema des ÖPNV ist, soll dieser Abschied hier Erwähnung finden - wird doch hier ein sinnvolles Verkehrsangebot Opfer der Billigflieger und des einseitig profitorientierten Managements der Bahn, die lieber Verkehrsgesellschaften im Ausland kauft als im Inland sinnvoll zu investieren.

S-BahnlogoSo informiert die Bahn, dass garnichts mehr fährt

DFI-Monitor an der S-Bahnstation Hauptwache - Alle Züge fahren "In Kürze" - auf dem Boden davor Werbung "Verlass dich drauf - Bus, Tram, U-Bahn und S-Bahn"
Fahrgastinformation während des Lokführer-Warnstreiks am 01.09.2014 und Bodenwerbung, beides an der Station Hauptwache aufgenommen.

S-BahnlogoNeue Wagengeneration für die S-Bahn Rhein-Main

Die Ära der S-Bahntriebwagen ET 420 neigt sich auch im Rhein-Main-Gebiet ihrem Ende zu. Am Freitag wurden die ersten Züge der neuen Baureihe ET 430 der Öffentlichkeit vorgestellt. 91 Züge dieser Baureihe sollen die letzten ET 420 ersetzen. Künftig sollen nur noch modernisierte ET 423 und neue ET 430 rund um Frankfurt unterwegs sein. Die ersten Züge kommen auf Kursen der S1 und auf Verstärkerzügen zum Flughafen zum Einsatz. Äußerlich fallen sie durch die neue schrägere Front mit den LED-Lichtstreifen auf. Innen fällt die anders gestaltete Beleuchtung positiv auf. Ansonsten präsentiert sich der Zug in der von DB Regio gewohnten Funktionalität mit hellgrauen Wänden und blauen Sitzen. Während sonst im ÖPNV kontrastierend gefärbte Griffstangen einen Akzent setzen und das Auffinden für Sehbehinderte erleichtern, bleibt es bei der S-Bahn beim dunkelgrau. Damit verschließen sich Deutsche Bahn und RMV dem internationalen Trend das Ambiente von Zügen angenehmer zu gestalten um noch mehr Fahrgäste zu gewinnen.
16.04.2014

 

8_Pikto_U.jpgGinnheim: U-Bahn überfährt Prellbock

Am Abend des 05.April überfuhr ein Zug der Linie U9 den Prellbock an der Endstation Ginnheim und kam erst zum stehen, nachdem er einen Fahrkartenautomat und einen Oberleitungsmast gerammt hatte. Dabei wurde die Front von Wagen 511 stark beschädigt. Unter den 50 Fahrgästen gab es glücklicherweise nur 9 Leichtverletzte. Auch der Fahrer, der angab ihm sei bei Einfahrt in die Station schlecht geworden, kam mit leichten Verletzungen davon. Wegen der beschädigten Oberleitung konnte der Abschnitt Römerstadt-Ginnheim bis einschließlich Samstag 12.April nicht bedient werden. Die Linie U1 endete daher in der Römerstadt, die Linie U9 entfiel in dieser Zeit ganz. Einen ähnlichen Unfall hatte es 1978 gegeben. Damals war Triebwagen 397 mit voller Wucht auf den Prellbock geprallt. Bilder vom Unfall bei der Frankfurter Neuen Presse.
07.04.2014/16.04.2014


TramlogoAus für Lieschen zum Wäldchestag

Eine Straßenbahnstrecke, die nur einmal im Jahr für 4 Tage bedient wird, das war eine Frankfurter Besonderheit. Nun ist Schluß mit der Strecke zwischen der Kreuzung Stresemannallee/Mörfelder Landstraße und dem Wäldchestagsgelände am Oberforsthaus, die von den Frankfurtern "Lieschen" genannt wurde. Durch den Bau der neuen Straßenbahnverbindung entlang der Stresemannallee hätte der Fortbestand der Lieschen-Strecke Investitionen von über 1,5 Mio. Euro erfordert, die die Stadt nicht aufbringen wil. Daher verkündete Frankfurts Verkehrsdezernent Stefan Majer jetzt das Aus für die Traditionsstrecke, die seit 1889 - damals durch die Waldbahngesellschaft - befahren wurde. Die Verbindung zum Wälchestag über die Mörfelder Landstraße wird dieses Jahr vom 7.-10.Juni erstmal ein historischer Omnibus übernehmen. Die Firma Wissmüller aus dem Odenwald setzt dafür ihren kurzen Büssing Präfekt ein, der schon öfters bei Pendelverkehren anläßlich der Frankfurter Tage der Verkehrsgeschichte zu erleben war.
28.03.2014 
 

S-BahnlogoUmgebaute S-Bahnen nerven Fahrgäste

Seit einem halben Jahr sind die ersten modernisierten S-Bahnwagen des Typs ET 423 im S-Bahnnetz Rhein-Main unterwegs. Der RMV bewirbt die Züge als sicherer (da Videokameras eingebaut sind) und freundlicher. Optisch hat sich allerdings nicht viel geändert. Innen dominiert weiterhin blau, hell- und und dunkelgrau. Eine kontrastreiche Gestaltung für Sehbehinderte fehlt weiterhin. Verstärkt wird der kalte und sterile Eindruck durch eine neue Beleuchtung. Sie verbreitet zwar ein gleichmäßigeres Licht als die alte Beleuchtung, das neue Licht ist aber kaltweiss. Wo die neuen LED-Zugzielanzeigen außen gegenüber den LCD-Anzeigen eine deutliche Verbesserung sind, hat man bei den Innenanzeigen etwas übertrieben. Sie sind so groß und breit, das man sie von kaum einen Platz in Gänze lesen kann. Durch die Spiegelung der Trennwandscheiben sieht man meistens gleich mehrere Anzeigen. Hauptkritikpunkt sind aber die akustischen Warntöne der Türen. Wurde bisher nur beim schließen der Türen gewarnt, piepen die Türen jetzt schon bei der Freigabe in einer Tonlage die an einen Zahnarztbohrer erinnert. Begründet wird der Ton damit, dass Blinde so die Türen besser finden sollen. Da sich die Türtöne aber durch die dicht nebeneinanderliegenden Türen zu einem Gesamtton überlagern, funktioniert dies in der Praxis nicht. Laut Presseberichten könne der hochfrequente Lärm zudem die Blindenführhunde irritieren. Da der Signalton beim Türenöffnen genauso laut und unangenehm ist wie der beim Türen schließen, geht zudem die Warnwirkung verloren. Viele Fahrgäste sind von den unangenehmen Tönen und dem grellhellen Blinken beim Türenschließen genervt. "Nach der Fahrt hatte ich Kopfschmerzen", klagt eine Reisende ihrem Begleiter. Der RMV und die Deutsche Bahn verweisen auf eine EU-Richtlinie. Diese Technische Spezifikationen für die Interoperabiliät - Teil Personen mit Mobiltätseinschränkungen (TSI-P+RM) genannte Richtlinie schreibt aber keinen Dauerton vor. Bei anderen gerade in Dienst gestellten Zügen, wie dem ICE Velaro oder der S-Bahn Leipzig, kommen daher andere Töne zur Anwendung. Es stellt sich die Frage was schwerer wiegt: Die Gesundheit der Fahrgäste (dauernde Lärmereignisse erhöhen die Gefahr von Herzerkrankungen) oder eine EU-Richtlinie, die ggf. anders ausgelegt werden müsste. Noch kann man als Fahrgast meist in noch nicht umgebaute Wagen ausweichen. Da laufend Züge umgebaut werden, werden aber bald alle Züge dieses Typs umgerüstet sein.
27.03.2014

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