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Modellbau

Frankfurter Bahnen und Busse haben nicht nur als Verkehrsmittel ihre Reize, sie beeinflussen auch das Stadtbild. Kein Wunder, wenn bei dem einen oder anderem der Wunsch aufkommt sich ein Modell in die Vitrine zu stellen oder gar eine Modellstraßenbahnanlage zu betreiben. Mittlerweile gibt es mehrere Hersteller von Modellstraßenbahnen. Auf dieser Seite sollen Modelle nach Frankfurter Vorbildern vorgestellt werden. Die Herstelleradressen sowie weitere Anbieter finden sich auf den Modellstraßenbahnseiten von Jan Ruppert. Vielen Dank an alle Modellstraßenbahn-Freunde, die Informationen und Fotos für diese Seite zur Verfügung gestellt haben.

Dioras (MZ-Modellbau), Frankfurt

Resin-/Weißmetall-Bausatz des Zweirichtungswagen Typ O (Foto: Hans-Helmut Börß)
Resin-/Weißmetall-Bausatz des Zweirichtungswagen Typ O (Foto: Hans-Helmut Börß)
Unter der Marke Dioras bot die Firma MZ-Metallbau im Jahr 2001 einen Kleinserienbausatz aus Resin und Weißmetall an, der einen Zweirichtungswagen des Typs O wiedergibt. Das Modell wurde u.a.über PM-Modellbau vertrieben. Der Preis für dieses Modell lag bei ca. 175 Euro.

Leopold Halling Ges.m.b.H., Wien (Österreich)

Modell der Niederflur-Straßenbahn Typ S von Halling (Foto: Manfred Anderl)
Modell der Niederflur-Straßenbahn Typ S (Foto: Manfred Anderl)

Für die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) fertigte die Firma Leopold Halling in Österreich Modelle der Niederflurstraßenbahn Typ S und des neuen Stadtbahnwagentyps U5-25 an. Die erste Ausführung der Niederflurstraßenbahn gibt Wagen 201 mit VGF-Werbung (Bild) wieder. Das Modell ist für 109 Euro (unmotorisiert) bzw. 159 Euro (motorisiert) bei der VGF-Verkaufsstellen Hauptwache (B-Ebene) und im Verkehrsmuseum Schwanheim zu bekommen. Ohne VGF-Werbung gibt es den Zug direkt beim Hersteller Halling. Als Lackierungsvariante wurde auch die Ausführungen für "TransAdelaide" (Australien) und Norrköping (Schweden) in kleinen Auflagen gefertigt.
Der Stadtbahnwagen U5-25 wird ab 16. Dezember 2008 in vier Varianten als Wagen 601-604 bei der VGF erhältlich sein. Angeboten wird jeweils eine motorisierte und eine unmotorisierte Variante mit Eigenwerbung "Alle fahren mit" und ohne Werbung, damit die "Preiser"-Fahrgäste uneingeschränkt die Sicht auf die Modellbahnlandschaft geniessen können. Erhältlich sein werden die Modelle für 179 Euro (motorisiert) bzw. 109 Euro (unmotorisiert) bei oben genannten Verkaufsstellen. In einer kleinen Auflage erschien ein Modell des Typs U5-25 mit Werbung für die Turngemeinde Bornheim, die im Original aber ein U2-Wagen trägt. 

Hamann Modellartikel Frankfurt

Modell eines Zuges aus A-Tw. und a-Bw. von Hamann (Foto: Markus Lennackers)
Modell eines Zuges aus A-Tw. und a-Bw. von Hamann (Foto: Markus Lennackers)

Die Firma Hamann ist Spezialist für die Herstellung von Straßenbahnmodellen nach Frankfurter Vorbild. Sie bietet seit 1987 ein interessantes Sortiment an 2-achsigen Straßenbahnzügen, nach Vorbildern aus Frankfurt und mittlerweile auch aus anderen Städten an. Geliefert werden Modelle der Fahrzeugtypen A (Oldtimerbahn), J (KSW- Bauform) und K, als Fertigmodelle und teilweise auch als Bausätze. Geliefert werden auch Varianten als Arbeitswagen. Als Sonderserien sind in der Vergangenheit der Eppelwei-Express und Poststraßenbahnen erschienen. Zudem wird auch Zubehör und ein kleines Sortiment an Schiebebildern angeboten. Die Kunststoffmodelle gibt es sowohl als Standmodelle als auch in motorisierter Ausführung.

Herrmann & Partner, Dresden

Modell im Maßstab 1:87 eines alten Straßenbahn-Beiwagen mit Jägermeister-Reklame
Dieser ka-Beiwagen wurde aus dem Prefo-Bausatz eines ET/EB 54 umgebaut. Mit dem angekündigten Verbandstyp-Modell von Herrmann & Partner, die die von Prefo begonnene Reihe mit Straßenbahn-Bausätzen fortsetzten, könnte ein Umbau künftig leichter sein (Foto und Modell: S.Kyrieleis).

Die Firma Herrmann & Partner stellte bisher Straßenbahn-Bausätze nach überwiegend ostdeutschen Vorbildern her. Als Messeneuheit 2008 kündigte Hermann & Partner nun den Verbandstyp II als Triebwagen und Beiwagen an. Das Beiwagenmodell eignet sich auch zum Umbau in einen Frankfurter ka-Beiwagen. Ein Bild des Handmusters findet sich im Modellstraßenbahnforum .

Malutram, Vonnas (Frankreich)

Modellstraßenbahn C-Tw. und c-Bw. mit Festtagsbeflaggung von Lars Uenver (Foto:Hersteller)
Modell eines Zuges aus C-Tw. und c-Bw. mit Festtagsbeflaggung von Lars Uenver (Foto:Hersteller)

In der Vergangenheit bot Lars Uenver mehrere Kleinserienmodelle nach Frankfurter Vorbild an. So erschienen Modelle des Straßenbahntyps C (siehe Foto) und der passende Beiwagen c , die Typen L und Lv (Düwag 4x Großraumwagen) mit dem Beiwagen l, lv und ka sowie der Typ Pt. Außerdem erschienen als Arbeitswagen Modelle eines Schneepflugs, eines Schmierwagens und die Akku-Arbeitslok 2016, die von der VGF in der Stadtbahnzentralwerkstatt als Eigenkonstruktion gebaut wurde. Sie wird zum Transport von Schotterwagen der Abteilung Bahnbau eingesetzt. Die Preise für die Modelle mit einem Wagenkasten aus Kunststoffguß und Fahrgestellen, die mittels CNC-Fräse aus einem Kunststoffblock hergestellt werden, sowie mit aus Acrylglas gefrästen Fenstern lagen zwischen 100 und 650 Euro. Für 2008 waren neue Modelle nach Frankfurter Vorbildern angekündigt. Per Meinungsumfrage sollte das Interesse an Modellen der Stadtbahnwagen U1, U2 sowie der Straßenbahntypen M, Mt und L abgefragt werden. Offenbar musste die Firma aber Anfang 2009 Insolvenz anmelden.

MSE-Modellbahnen, Prottes bei Wien (Österreich)

Kleinserienmodell des Stadtbahnwagens Typ U3 (Foto: Sammlung W.Mönch)
Kleinserienmodell des Stadtbahnwagens Typ U3 (Foto: Sammlung W.Mönch)
Als Werbemodelle für Siemens fertigte die Firma MSE Modelle der Stadtbahnwagen des Typs U2 (in rot/weiß sowie orange/hellelfenbein/grau) und U3, die aber leider nicht mehr erhältlich sind. Mehr Informationen zum U2-Modell auf Bahnwahn.de .

PM-Modellbau, Frankfurt

Kleinserienmodell (Messehandmuster) des R-Triebwagen (Foto: Sammlung W.Mönch).
Kleinserienmodell (Messehandmuster) des R-Triebwagen (Foto: Sammlung W.Mönch).
Diese Firma mit Ladengeschäft in der Ginnheimer Landstraße 191-195 fertigt Kleinserienmodelle von Bussen und Lkws. Im Programm befand sich ein Resin-Bausatz der Niederflurstraßenbahn Typs R, des Darmstädter Niederflurbeiwagen und eines Frankfurter Büssing Doppelbus, der zwischen 1966 und 1976 fuhr. Leider sind die genannten Modelle aufgrund der kleinen Herstellungsserien nicht mehr lieferbar.

Roco, Freilassing


Umbau einer Roco-Straßenbahn in den Frankfurter Typ N (gekürztes Mittelteil, neue Scheinwerfer, Reklamehalter am Dach). Die Fenster vor dem Gelenk am A- und C-Teil haben im Orginal nur die halbe normale Fensterbreite. Außerdem ist das Modell zu breit (Foto und Umbau: Stephan Kyrieleis).
Roco brachte 1978 eine Düwag-Straßenbahn auf den Markt. Da der damalige Importeur in Köln saß und Pläne des dortigen Typs schickte, wurde das Fahrzeug nach Kölner Maßen realisiert. Leider ist die Kölner Variante aber breiter und länger als die Fahrzeuge in Frankfurt und anderen deutschen Städten. Daher sind nur die Kölner Varianten vorbildgerecht. Wer kompromissbereit kann aber die Typen M und N auf Basis der Roco-Straßenbahn bauen (siehe Bild). Für Straßenbahnfreunde außerdem noch interessant ist ein Modell des Karlsruher Zweisystem- Stadtbahnwagens, der 2002 auch in DB-Variante erschien. Eine Liste der erschienenen Roco-Straßenbahnen und Farbvarianten gibt es auf der Homepage von Volker Meine .

Dickie-Schuco GmbH&Co KG, Fürth

Metallmodell eines alten Frankfurter Mercedes-Haubenbusses mit Reklame Jacobs Kaffee
Schuco-Modell eines Mercedes O 6600 im Maßstab 1:43 (Foto: Schuco)

Im Jahr 2007 erschien bei Schuco diese imposante Nachbildung des Wagen 71, einem Mercedes O 6600 Stadtbus aus dem Jahr 1951. Auf der Linie 51 fährt das auf 1000 Exemplare limitierte Metallmodell im Maßstab 1:43 zum "Flughafen Rhein-Main".

Atlas-Verlag Bus-Collection

Seitenansicht eines Modellbusses Typ Büssing Senator mit Reklame für das Möbelhaus Segmüller, im Hintergrund Foto mit mehrspurigen Autoverkehr.
Büssing Senator 12D vor einer zeittypischen Frankfurter Verkehrszene der 1960er Jahre (Foto: S.Kyrieleis)

In der Bus-Collection des Atlas-Verlag ist ein Modell eines Büssing Senator 12D als Frankfurter Stadtbus erschienen. Das Zinkspritzguß-Modell im Maßstab 1:72 ist fein detailliert und samt Nummernschildern und Kinderwagensymbol am Einstieg sauber bedruckt. Im Inneren sind die Sitze rot und der Boden grau gehalten. Der Wagen 10 fährt auf der Linie 58 zum Tor Ost der Farbwerke in Höchst. Im Vergleich mit Vorbildfotos, wo alle Seitenfenster mit Lüftungsklappen versehen sind, fallen am Modell die wenigen Klappfenster auf. Das Modell ist nur im Rahmen eines Abonnement der Bus-Collection beim Atlas-Verlag zu beziehen. Wer es ohne Abonnement haben will, sollte mal im großen Online-Auktionshaus vorbeischauen. Neben der Variante mit Segmüller-Werbung wurde auch eine kleine Auflage ohne Werbung und mit einer anderen Wagennummer versehen.  

Busmodelle im Maßstab 1:87

Modellbusse des Typs Mercedes O 405 von Kembel (außen) und umlackierte  Wiking-Modelle der Typen Mercedes O 305 und O 405 (Mitte),(Foto und Umbauten: S.Kyrieleis)
Modellbusse des Typs Mercedes O 405 von Kembel (außen) und umlackierte Wiking-Modelle der Typen Mercedes O 305 und O 405 (Mitte),(Foto und Umbauten: S.Kyrieleis)

RIETZE bietet ein breites Programm an aktuellen Stadt- und Reisebussen an. Als türkisfarbene VGF-Busse werden ein Solaris-Solobus und sowie Gelenkbus von Mercedes und MAN bei der VGF angeboten (siehe VGF-Werbemittelkatalog (pdf) oder Verkehrsmuseum Museumsshop). Nicht mehr erhältlich ist ein durch einen Spielwarenhändler beauftragtes Modell eines VGF-Citaro-Gelenkbus ohne Werbung sowie ein von der VGF beauftragtes Modell eines Citaro-Solobusses. Auch für die Verkehrgesellschaft Untermain (heute RKH) wurden Werbemodelle hergestellt. Das Modell des MB Cito, der im Original nicht mehr in Frankfurt unterwegs ist, eignet sich für einen Umbau als Bus der ICB, wie er einige Jahre auf den Linien 27-29 zum Einsatz kam.

In der Vergangenheit wurden zwei Modelle des Mercedes O 405 von KEMBEL nach Frankfurter Vorbild in orange/hellelfenbein und mit Nachtbuswerbung hergestellt (siehe Foto: 1. und 4. Bus), die nicht mehr erhältlich sind.

BREKINA lieferte 2011 den Standardlinienbus Mercedes O 305 als Fahrschulwagen der Stadtwerke Frankfurt sowie einen Krauss Maffei KMO 160 mit Lufthansa-Werbung aus. Die Werbung gab es zwar in Frankfurt, sie trug aber ein Bus des Typs MAN/Krauss-Maffei 650 HO 1, der eine andere Bauform als das BREKINA-Modell hat. In der Vergangenheit erschien der Mercedes-Haubenbus O 5000 aus den 50er Jahren in mindestens 3 Frankfurter Varianten (geschlossen mit grauen Streifen; offen mit weinroter Haube und im November 2002 geschlossen mit roter Haube) und ein Büssing 6500T als Frankfurter Stadtbus.

Veit Kornberger lieferte 2011 ein Modell des Solaris U18 als Gelenkbus der VGF aus. Die detaillierte Bedruckung reicht bis zu passenden Nummernschildern. Weiterhin erscheinen Modelle des MAN Midibusses NM 223, die auch in RKH-Variante denkbar wären. Freunde des Busverkehrs in Offenbach werden mit einem Modell des MAN Metrobus 750 HO-M 11A in weiss/blauer Ausführung - der früheren Farbgebung der Stadtwerke Offenbach - bedacht. 

WIKING-Modelle können allenfalls von Umbauern in Frankfurter Busse umgewandelt werden. Hier boten sich die Modelle der Mercedes O 305 und O 405 sowie des MAN NL 202 (als Alpina-Bus oder ohne heruntergezogene Seitenscheiben als VGF-Bus) an. Von anderen Modellherstellern gibt es aber detailliertere Modelle der Typen Mercedes O 305 (BREKINA) und O 405 (KEMBEL), die auch in Frankfurter Ausführung gefertigt wurden.