Trampage.de: Informationen über Frankfurts öffentlichen Nahverkehr

Rubriken-Navigation: Navigation überspringen

trampage.de > Startseite

Startseite

Neuerscheinung: "Die Straßenbahnen in Frankfurt/M. und Umgebung"

Nachdem 2016 das Buch „Omnibusse und Straßenbahnen der Stadt Frankfurt am Main“ von Peter F. Linhart beim Eisenbahn-Kurier Verlag erschienen ist, gibt es 2017 bereits wieder eine Neuerscheinung zum Frankfurter Nahverkehr. „Die Straßenbahnen in Frankfurt/M. und Umgebung – Mit der Tram unterwegs zwischen Bad Homburg und Offenbach“ heißt das neue Werk von Joachim Gilles, welches im Sutton-Verlag erschienen ist. Als ich die Ankündigung dafür entdeckte, war ich gespannt was das Buch neues zum Thema zu bieten hat. Was sich dann hinter dem Titel verbirgt, den zwei mittelmäßige Fotos aus dem Jahr 2003 bzw. 1995 schmücken (deren Bildlegenden übrigens vertauscht wurden), erstaunte mich dann. Der Inhalt besteht nämlich überwiegend aus Reproduktionen alter Postkarten aus der Zeit um 1900. Dazwischen haben sich einige Fotos aus der Zeit zwischen 1994 und 2007 verirrt, die nicht so aussehen als ob sie aus einem großen Fundus ausgewählt worden seien. Von der (Druck-)qualität sehen diese Farbfotos aus, als ob sie aus der Zeit stammten als die Farbfotografie noch in den Kinderschuhen steckte. Die Texte sind äußerst knapp gehalten. So wird auf 1,5 Seiten über die Frankfurter Pferdebahn geschrieben. Ebenso lang ist der Text über die Frankfurter Straßenbahn vor 1945, während die Nachkriegsgeschichte auf einer halben Seite abgehandelt wird. Netzpläne fehlen im Buch völlig. Für ein Buch, dass die „wechselvolle Geschichte des Nahverkehrs in Frankfurt von den Anfängen bis heute“ zeigen will, ist dies äußerst dürftig. Das „heute“ fehlt auch in der Zeittafel am Ende des Buches, die im Falle Frankfurts mit der Eröffnung der ersten U-Bahnstrecke 1968 endet. Auch die Literaturhinweise erwecken den Eindruck als sei seit 2004 keine Literatur mehr über den Frankfurter Nahverkehr erschienen. Da wundert es auch nicht, dass im ganzen Buch kein Bild vom Straßenbahntyp S zu sehen ist, der das Bild des heutigen Betriebs prägt.
Hätte sich das Buch auf die Anfangsjahre der Frankfurter Straßenbahn beschränkt und den Titel „Die Frankfurter Straßenbahn im Spiegel alter Postkarten“ gehabt, wäre es noch akzeptabel gewesen. Mit dem jetzigen Titel und Ankündigungstext muss ich aber leider sagen, Verlag und Autor haben hier klar das Thema verfehlt und als Leser kann ich kein Konzept erkennen. So ist das Buch schlicht überflüssig. Schade, meint Stephan Kyrieleis.

Neue Verkleinerungen Frankfurter Standardbusse von Rietze und Brekina

Die Mercedes Standardbusse der ersten und zweiten Generation prägten mehrere Jahrzehnte das Gesicht des Frankfurter Busverkehrs. Nach der Schließung des Büssing-Werks begannen die Stadtwerke Frankfurt mit der Beschaffung von Mercedes-Benz Standardbussen des Typs O 305, zunächst mit der VÖV-Front und ab 1979 als Solo- und Gelenkbusse mit der Front der Überlandbusse (StÜlb-Front). 1985 folgten dann die ersten Busse der 2.Standarbus-Generation (VÖV II), von denen bis 1989 100 Stück gekauft wurden. Im Dezember 2016 erschien bei Rietze ein Modell des Mercedes O 305 mit StÜlb-Front als Wagen 434 der Stadtwerke Frankfurt. Das Modell gibt das Vorbild detailliert wieder. Selbst Nummernschilder und Fenstergummis sind durch den Druck wiedergegeben. Lediglich die orangefarbene Umrandung des seitlichen Zielfilmkastens war wohl drucktechnisch nicht wiederzugeben. Für die Neuheitenauslieferung März/April 2017 hat Rietze auch den Mercedes O 405 in den Farben der Stadtwerke Frankfurt aber bereits mit VGF-Logo angekündigt. Mit dem Modell eines MB O 305 Gelenkbusses, der mit beiden Frontvarianten angeboten wird, hat Rietze zudem als Neuheit 2017 ein Grundmodell im Programm, das sicher irgendwann auch mal in Frankfurter Variante erscheint.

Auch Brekina bringt 2017 von seinem Modell des Mercedes O 305 mit VÖV-Front wieder eine Frankfurter Variante heraus, die diesmal eine Werbung für Grundig Farbfernseher trägt.

Frankfurter Schnellbahnen als T-Shirtmotiv

Seit dem 2. November sind die S-Bahnen des Typs ET 420 in Frankfurt Geschichte. Auch die Zeit für die U-Bahnwagen des Typs U2, die derzeit noch auf der Linie U4 eingesetzte werden läuft bald ab. Beide Fahrzeugarten wurden in den 60er Jahren entwickelt und in mehreren Serien über mehrere Jahrzehnte gebaut. Sie haben das Bild des Frankfurter Schnellbahnverkehrs geprägt und sind Idenfikationsobjekt für viele Frankfurter Nahverkehrsfreude. Ein T-Shirtmotiv mit beiden Fahrzeugen in Ihrer Ursprungslackierung erinnert jetzt an den Beginn des Schnellbahnzeitalters. Es läßt sich auf verschiedene Textilien aufbringen - zur richtigen Darstellung des orangenen Fensterbandes der S-Bahn benötigt es aber eine orangefarbenen Untergrund. Wer natürlich lieber eine S-Bahn in Münchner Blau haben will, wie sie auch vereinzelt im Rhein-Main-Gebiet eingesetzt wurden, kann auch ein blaues T-Shirt wählen. Erhältlich ist das Motiv bei Spreadshirt.

Zitiert: Zustand der unterirdischen S-Bahnstationen 

Ein Bahnsprecher wies auf Anfrage dieser Zeitung die Vorwürfe zurück und verwies auf andauernde Arbeiten zur Optimierung des Brandschutzes in den genannten Bahnhöfen. Dort, wo die Decken "aufgerissen" seien, würden neue Decken eingezogen. Der Fortgang dieser Arbeiten sei "planmäßig".
Frankfurter Neue Presse vom 15.12.2011 in einem Artikel über die Kritik des Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Zustand der unterirdischen S-Bahnstationen in der Frankfurter Innenstadt, die sich seit 5 Jahren mit ganz oder teilweise entfernter Deckenverkleidung zeigen. 

„Wenn wir in Gesprächen mit Bahnvertretern auf dieses Thema kommen , dann sind die immer schnell weg“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne)[...]
Ein Bahnsprecher [...]: Neue Decken einzuziehen, sei eine sehr komplexe Arbeit. Das dauere, weil nur in den etwa vier Stunden der Betriebsruhe gearbeitet werden könne.
Frankfurter Rundschau vom 26.04.2012 "S-Bahnstationen im miserablen Zustand"

Komisch: Während neue Decken bei der Deutschen Bahn offenbar "eine sehr komplexe Arbeit" sind, für die man Jahre braucht, ließ die VGF die Decken der direkt gegenüber der S-Bahnsteige liegende U-Bahnsteige innerhalb weniger Wochen sanieren.
Trampage.de

Durchblicken statt Werbung auf Fensterflächen 

Der Blick aus dem Fenster beim Bus- und Bahnfahren dient der Ablenkung, Entspannung aber auch der Orientierung. Als Fahrgast kann man die durchfahrende Umgebung entdecken, ohne sich auf den Verkehr konzentrieren zu müssen. Dieser Blick aus dem Fenster wird aber immer öfter durch Werbebeklebungen, die die Fensterflächen einbeziehen, eingeschränkt. Die dafür verwendete schwarze Lochrasterfolie schränkt die Sicht nach außen ein. Besonders Objekte in der Nähe, wie Haltestellenbeschriftungen, können nicht gut wahrgenommen werden. 

Mehr zum Thema Fensterflächenwerbung.